Im Terrarium

Die Haltung als Schautier im Terrarium – wobei zu beachten ist, dass der Tigerschnegel tagsüber schläft und erst abends hervorkommt – ist recht einfach, da er weder Heizung noch eine zusätzliche Beleuchtung benötigt. Etwas Walderde, ein wenig Laub und Moos, zum Drunterkriechen ein locker liegender Stein, ein Ast oder auch ein umgestülpter kleiner Blumentopf, reichen als Ausstattung aus. Dazu muss noch für genügend Feuchtigkeit gesorgt werden - am Besten durch tägliches Besprühen mit einem Pflanzensprüher – und für ausreichend Belüftung, damit am Boden keine Stocknässe entsteht. Auch badet der Tiger gerne und freut sich über ein Schälchen Wasser.

Wer kleine Schnegelchen haben und/oder sich das Schauspiel einer Paarung nicht entgehen lassen möchte, muss die Tiere in einem Terrarium halten, das ca. 60 cm hoch und so gestaltet ist, dass sich die Tiere abseilen können. Dann das Terrarium z.B. mit einem Pollenschutzvlies abdichten, die Kleinen sind echte Ausbruchkünstler.

Von Natur aus sind die Schnegel keine Kannibalen, im Freien sitzen sie tagsüber gerne dicht beieinander im Versteck. Wenn sie allerdings in Gruppen im Terrarium leben, kann es vorkommen, dass sich die ausgewachsenen Tiere gegenseitig anknabbern. Die Kleinen kann man im Allgemeinen problemlos bei den Großen lassen, zu eng sollte es aber auch da nicht werden.

Zu den Lieblingsspeisen der Tiger zählen nach meiner Erfahrung Champignons, gekochte Nudeln und Katzen-Trockenfutter. Letzteres versorgt sie mit tierischem Eiweiß, das sie benötigen, um zur Geschlechtsreife zu gelangen. Wer es nicht zu eklig findet, kann ihnen auch mal eine tote Wegschnecke anbieten. Außerdem ein Stück Gurke, Tomate, Kartoffel oder Möhre, roh oder gekocht, und Ähnliches.

Zur Überwinterung kann der Tiger entweder in einen unbeheizten Raum (Garage oder Keller) gestellt werden, oder man behält ihn in der Wohnung, dann gibt es eben keinen Winterschlaf. Auch das ist ihm recht. Da er jedoch aktiv bleibt, solange die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen, sollte er auch während der winterlichen Ruhezeit hin und wieder gefüttert werden. Auch muss man darauf achten, dass das Terrarium nicht austrocknet.