Im Garten

„Gartenbesitzer können sich glücklich schätzen, wenn solch ein eifriger Helfer wie die Tigerschnecke den Garten aufsucht, da diese Schnegel zu den Nützlingen im Garten zählen.“, weiss das Magazin Gartenzeitung zu berichten.
 
Wie viele verzweifelte Gartenbesitzer haben schon (fast) alles versucht, um die Nacktschneckenplage in ihrem Garten zu bekämpfen: Schneckenzäune, Bierfallen, Schneckenkorn, Gartenschere, um nur die gängigsten Mittel zur Abschreckung oder Vernichtung der gefräßigen Schädlinge zu nennen. Mit allenfalls mäßigem Erfolg. Dabei ist ihnen nicht selten einer zum Opfer gefallen, der eigentlich ganz besonders gehegt und gepflegt werden sollte: der Tigerschnegel.
 
Nicht nur, dass er keinen nennenswerten Schaden im Gemüsegarten und Blumenbeet anrichtet, nein, der Tigerschnegel betätigt sich neben seiner Funktion als Putzhilfe auch als Unterstützer im Kampf gegen seine schädlichen Kollegen! Er frisst nämlich ihre Gelege (wie norwegische Wissenschaftler herausgefunden haben, benötigt der Tigerschnegel tierisches Eiweiß um zur Geschlechtsreife zu gelangen) und vertreibt sie während der Paarungs- und Eiablagezeiten durch Bisse aus seinem Revier. Er kann sogar ausgewachsene Wegschnecken angreifen und diese, sollten sie das Feld nicht freiwillig räumen, so oft beißen, bis sie verenden und aufgefressen werden.
 
Falls Sie in einer Gegend wohnen, wo er eher selten anzutreffen ist – in einigen Landstrichen in Deutschland und Österreich gilt der Tigerschnegel bereits als potentiell gefährdet - oder ihm Ihr Garten bisher zu sauber und gepflegt erschien, schaffen Sie ihm doch einfach ein behagliches Plätzchen darin und setzen Sie ihn hinein.
 
Wenn er sich wohl fühlt, wird er auch bleiben. Der Tigerschnegel ist standorttreu und bildet Kolonien, die sich im Umkreis von 5 bis 10 m aufhalten. Und da er kontinuierlich für Nachkommenschaft sorgt, kann eine Anzahl von acht Tieren (wie in meinem Starter-Pack angeboten) in ein bis zwei Jahren schon zu einer ordentlichen kleinen Putzkolonne in Ihrem Garten anwachsen.
 
Wichtig ist ein geschützter Platz, wo er sich tagsüber ungestört zurückziehen, seine Eier ablegen und auch überwintern kann. Da er eine Art Gefrierschutz im Körper hat, schaden ihm ein paar Minusgrade nicht, aber auch einen strengen Winter werden immer ein paar Tiere überleben.
Dazu genügen in einer schattigen, möglichst feuchten und moosbewachsenen Ecke ein paar Steine (bestens eignen sich Hohlloch-Backsteine), und/oder modrige Bretter zum Drunter- und Dazwischenkriechen, ein kleiner Laub- und/oder Asthaufen. Ideal ist ein Komposter in der Nähe.
Hilfreich ist auch anfängliches Anfüttern mit ein paar Körnchen Katzenfutter, einem Champignon, einem Stück Gurke u.ä., am Abend ausgelegt. (Vorsicht, es lockt auch andere Schnecken an.)

 

Weiterführende Informationen:

http://magazin.gartenzeitung.com/Tiere-im-Haus-und-Garten/tigerschnegel.html

www.oberhaching.bund-naturschutz.de/umwelt-oeko/umwelttipps/umwelttipps-2014/2014-05-nacktschnecke-tigerschnegel.html